Sie sind hier: Aktuelles
14. Januar 2013
Musikverein Verl

1300 Zuhörer genießen Jahreskonzert

von Die Glocke online

Die Aula der Hauptschule hat am Wochenende ganz im Zeichen der drei großen Bands des Musikvereins gestanden.

Das „Tuba Concerto Espanol“ von Tobias Erichlandwehr zählte zu den Höhepunkten des Abends in der Hauptschulaula. (Bild: Steinecke)

Das „Tuba Concerto Espanol“ von Tobias Erichlandwehr zählte zu den Höhepunkten des Abends in der Hauptschulaula. (Bild: Steinecke)

Die Ansager des Schülerorchesters Maria Esken und Jan Eickhoff (Bild: Steinecke)

Das Jugendorchester unter der Leitung von Anatole Gomersall (Bild: Steinecke)

Verl (rast) - Eingeladen hatten das Schüler-, Jugend- und Blasorchester zum Jahreskonzert. 1300 Zuhörer ließen sich während der drei Auftritte durch das hörenswerte Programm begeistern.

Den Auftakt bestritt das Ostwestfalen-Jugendorchester unter der Leitung seines neuen Dirigenten Anatole Gomersall, der auch nach dem Konzert dabeibleibt. Darüber hinaus übernimmt er die Verantwortung für das Schülerorchester, das während des Jahreskonzerts unter dem Dirigat von Fabian Rademacher stand. Außerdem gab Barbara Buschmann bekannt, dass sie Bernd Gruthoff als Geschäftsführer des Jugendorchesters ablöst.

Anschließend gehörte die Bühne der Musik. Anatole Gomersall dirigierte die Jugend entspannt und britisch humorvoll durch die fünf Stücke und zeigte, dass Musik mehr ist als eine harmonische Gruppe von Klängen. Nach einer kurzen Warmlaufphase schlug das Ensemble von Steven Reinekes „Sedona“ bis zu „Mas Que Nada“ einen klangvollen Bogen. Durch das Programm führten Michael Diels und Jonathan Verhoven. Mit „Coldplay on Stage“ setzte der Musikverein-Nachwuchs einen ersten poppigen Höhepunkt und ließ seinen Auftritt mit Nenas „99 Luftballons“ nachhaltig ausklingen. Den poppigen Faden spann das Schülerorchester ansatzlos weiter. „Rolling in the Deep“ von Adele war ein ebenso dankbarer wie bekannter Ohrwurm und zog die Zuhörer gleich in seinen Bann. Für einen ehrlichen Applaus muss bei den Schülern nicht alles perfekt sitzen. Sympathisch zu sehen, wie dem vor Lampenfieber geplagten Nachbarn im Orchester wieder auf die Beine geholfen wird: Ein aufmunterndes Schulterklopfen lindert die trockenen Lippen und den zugeschnürten Hals.

Über Nervosität brauchten sich die alten Hasen des Musikvereins nach der Pause sicher keine Gedanken zu machen. Mit reichlich Bühnenerfahrung präsentierte sich das Blasorchester so, wie es klang: unverkrampft und schwungvoll. Dirigent Dietmar Kay führte akkurat und pointiert durch die Stücke, während Ute Descher und Christina Füchtemeier in launiger Manier das Programm moderierten. Streicheleinheiten für die Lachmuskeln und für die Ohren – Zuhörer, was willst du mehr.

Neben dem Supertramp-Potpourri war Tobias Erichlandwehr mit seinem „Tuba Concerto Espanol“ der Höhepunkt. Tuba-Tobias erwies sich als wahrer Meister der herrlich rabenschwarz tiefen Töne, bevor es mit „Sankt Lucia Calypso“ karibisch leicht auf die Zielgerade ging.