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24. Mai 2008
Musikverein Verl

"Hast Du Töne" mit Professor Armin

von Andreas Berenbrinker

Workshop für Tiefes Blech lockt Musikanten aus der ganzen Region

Prof. Armin Bachmann (links) mit Monika Helftewes (Tenorhorn), Dietmar Kay (Dirigent Blasorchester), Siegfried Helfberend (1. Vorsitzender), Gabriel Vedder (Posaune), Mike Finke (Dirigent Jugendorchester) und Tobias Erichlandwehr (Tuba, vorne)

Prof. Armin Bachmann (links) mit Monika Helftewes (Tenorhorn), Dietmar Kay (Dirigent Blasorchester), Siegfried Helfberend (1. Vorsitzender), Gabriel Vedder (Posaune), Mike Finke (Dirigent Jugendorchester) und Tobias Erichlandwehr (Tuba, vorne)

Dozent Armin Bachmann (hinten links) mit den Teilnehmern des ersten Workshops am Freitagabend

Dozent Armin Bachmann (hinten links) mit den Teilnehmern des ersten Workshops am Freitagabend

Verl (ab) "Ich bin stolz, ich spiele Holz", so lautet ein beliebter Spruch der Holzbläser im Musikverein Verl, zu denen die Klarinettisten und - vielleicht etwas überraschend - auch die Flötisten und Saxophonisten gehören. Am Wochenende schlug aber die Stunde der Blechbläser, insbesondere die der Posaunisten, Tenoristen, Baritonisten und Tubisten. Der Schweizer Musikprofessor Armin Bachmann kam in die Ölbachgemeinde, um einen Workshop für das "tiefe Blech" abzuhalten.

Dem Musikverein Verl mit dem Vorsitzenden Siegfried Helfberend und den beiden Dirigenten Dietmar Kay (Erwachsenenorchester) und Mike Finke (Jugendorchester) ist es gelungen, einen wahren Posaunen-Star nach Verl zu locken. Professor Armin Bachmann (47) hat sein Studium an der Hochschule für Musik in Trossingen abgeschlossen und besuchte zudem das Konservatorium in Luzern. Er ist Professor für Posaune an der Hochschule für Musik "Franz Liszt" in Weimar und hat auch schon Meisterkurse in Paris, Tokio, Salzburg, Helsinki, Manchester und Wien gegeben. Nun war der musikalische Professor zu Gast in Verl und viele Tiefblechbläser nahmen das Angebot des heimischen Musikvereins wahr und nahmen an einem der drei angebotenen Workshops teil. Der erste Workshop befasste sich mit den jüngeren Musikern oder solchen, die ihr Instrument noch nicht so lange spielen. Der sehr sympathische Posaunen-Experte machte allen sofort klar, dass man sich unter Musikern duzt und fortan war der Professor einfach nur noch der "Armin". Der Schweizer beeindruckte nicht nur die jungen Blechbläser, sondern auch die fortgeschrittenen Spieler, für die die anderen beiden Workshops bestimmt waren. Mit seiner tiefen Stimme im herrlichen Schweizer Dialekt, dem rollendem "R" und seiner ganzen fröhlichen, humorvollen Art, zog "Armin, der Posaunen-Star" die Musiker in den Bann und imponierte mit seiner sehr positiven, einnehmenden Art sowie natürlich mit seinem brillanten Posaunenspiel.

Die Themen der Workshops waren sehr vielfältig. Einspielkonzepte wurden erklärt, der richtige Ansatz des Mundstückes gezeigt und Atmungstechniken erläutert. Auch psychologisch wurde gearbeitet - es galt zum Beispiel herauszufinden, warum Üben nicht doof ist - auch Musiker haben nicht immer Lust auf die Lernerei in den eigenen vier Wänden. Außerdem gab Professor Armin Bachmann Tipps, wie man mit Nervosität umgeht und wie das Auftreten mit dem Instrument noch mehr Spaß machen kann. Ziel der drei Workshops war auch das gemeinsame Spiel in Ensembles. Diese Spielgruppen mit Posaune, Tenorhorn, Bariton und Tuba traten am Sonntagabend beim großen Konzert mit dem Landesblasorchester NRW (Bericht folgt) auf.

Mike Finke und Dietmar Kay, die beiden Initiatoren der Workshops, zeigten sich überaus zufrieden mit der Resonanz. Fast 60 junge und ältere Teilnehmer aus Verl, dem Kreis Gütersloh und aus der ganzen Region (speziell der Paderborner Raum war stark vertreten) nahmen am Workshop teil. "Wir haben scheinbar eine Lücke entdeckt und diese mit dem Workshop gefüllt", meinte Dietmar Kay und - obwohl kein Holzbläser - das auch nicht ohne Stolz.