Sie sind hier: Aktuelles
9. Januar 2012
Musikverein Verl

Konzerte voller Glanz

von Hubertus Ebbesmeyer (Neue Westfälische)

Aller guten Dinge sind Drei: Die Orchester des Musikvereins begeistern ihr Publikum

Farben und Klänge: Beides beeindruckte am Wochenende 1.500 Zuhörer der Musikvereins-Jahreskonzerte. Mit besonderen Akzenten glänzten auch die Posaunisten (v.l.) Burkhard Schober, Thomas Klose, Gabriel Vedder, Wilfried Pelkmann und Berthold Voßhenrich.

Farben und Klänge: Beides beeindruckte am Wochenende 1.500 Zuhörer der Musikvereins-Jahreskonzerte. Mit besonderen Akzenten glänzten auch die Posaunisten (v.l.) Burkhard Schober, Thomas Klose, Gabriel Vedder, Wilfried Pelkmann und Berthold Voßhenrich.

Spiegelbild: Posaunist Burkhard Schober blickt konzentriert drein.

Spiegelbild: Posaunist Burkhard Schober blickt konzentriert drein.

Satter Groove: Solist Frank Böttcher am Bariton-Saxofon.

Satter Groove: Solist Frank Böttcher am Bariton-Saxofon.

In Reih’ und Glied: Das 70-köpfige Erwachsenen-Orchester des Musikvereins sorgte beim Konzert in blauer Uniform und mit Klarinetten, Trompeten, Saxofonen und E-Bass für musikalische Höhepunkte.

In Reih’ und Glied: Das 70-köpfige Erwachsenen-Orchester des Musikvereins sorgte beim Konzert in blauer Uniform und mit Klarinetten, Trompeten, Saxofonen und E-Bass für musikalische Höhepunkte.

Spitzentöne: Bernd Faulhaber (v.l.) an der Trompete sowie Barbara Buschmann, Rabea Oestersandforth, Bianca Dreier und Christina Füchtemeier (v.l.) an den Querflöten gehören zu den hohen Registern.

Spitzentöne: Bernd Faulhaber (v.l.) an der Trompete sowie Barbara Buschmann, Rabea Oestersandforth, Bianca Dreier und Christina Füchtemeier (v.l.) an den Querflöten gehören zu den hohen Registern.

Immer im Thema: Dirigent Manuel Büscher leitet das Schüler- wie auch das Jugendorchester.

Immer im Thema: Dirigent Manuel Büscher leitet das Schüler- wie auch das Jugendorchester.

Viel poliertes Blech: Katharina Hauphoff, Sascha Vredenburg, Dennis Reckord (v.l.) und weitere Instrumentalisten des Jugendorchesters.

Viel poliertes Blech: Katharina Hauphoff, Sascha Vredenburg, Dennis Reckord (v.l.) und weitere Instrumentalisten des Jugendorchesters.

Echt klarinettistisch: (v.l.) Amy Dickhut, Jennifer Wiesbrock, Melanie Echterhoff und Anna-Lena Mühlenkord vom Schülerorchester.

Echt klarinettistisch: (v.l.) Amy Dickhut, Jennifer Wiesbrock, Melanie Echterhoff und Anna-Lena Mühlenkord vom Schülerorchester.

Verl. 60-70-60. Nein, das sind mal nicht die Maße einer schönen, schlanken Diva. Vielmehr entsprechen diese Zahlen den Orchesterstärken der drei Klangkörper des Musikvereins. Das Jugend-, das Schüler- und das Erwachsenenorchester haben am Wochenende ihr Publikum zu Jubelstürmen hingerissen. Das Erfolgsrezept der drei Jahreskonzerte: Erstklassige Musik, für jeden etwas dabei und eine tolle Lichtshow.

1.500 überschwänglich applaudierende Zuhörer aus vier Generationen ließen sich das musikalische Neujahrsfeuerwerk „ihres“ Musikvereins nicht entgehen. Um ihre Bedeutung in und für Verl wissend, haben sich die Orchester ihrerseits bestens auf das zweistündige Programm vorbereitet.

Den Auftakt bildete das Jugendorchester. Mit unendlich viel Leidenschaft und Enthusiasmus gingen die Mädchen und Jungen ans Werk. Mit der Gute-Laune-Musik „Fireflies“, Stevs Mc Millans „New Age Rock“ (Solist: Andre Kleinemeier, Saxofon), John Powells „How to train your Dragon“ (bei dem gar ein mit funkelnden Augen versehener Drache durch die Halle schwebte) und manches Stück mehr demonstrierte den Besuchern eindrücklich: Der Musikverein ist bestens aufgestellt.

Klangvoll und von Manuel Büscher feinsinnig dirigiert sorgten die Jugendlichen für erste konzertante Höhepunkte. Und der musikalische Leiter „mit dem Rundum-Bart“ hatte auch das brillant und knackig aufspielende Schülerorchester fest an seiner Seite. Ob „Sway“ von Norman Gimbel, „Piraten der Karibik“ von Klaus Badelt und erst recht ein Medley des Pop-Kult-Quartetts „Abba“ mit Songs wie „Mamma Mia“, „Dancing Queen“, „The Winner takes ist all“ und anderen: Dieser Auftritt machte Appetit auf mehr.

Das Finale gestalteten die „Blauen“ des Musikvereins mit Dietmar Kay am Stab. Als Eröffnung war die Titelmelodie zur Hans-Rosenthal-Rate-Show „Dalli Dalli“ der adäquate, weil schmissige Auftakt, bevor sich das Orchester mit Pauken und Trompeten, mit Holz und Blech einer Kollektion chinesischer Volksmelodien ebenso widmete wie den Songs von Ruhrpott-Legende Herbert Grönemeyer.

Herausragend auch der „Big Horn Blues“ mit Solist Frank Böttcher am Bariton-Saxofon. Wow, das groovte! Auch das ältere Publikum wurde einmal mehr köstlich bedient. Very Rickenbachers Polka „Ein halbes Jahrhundert“ wurde mit ebenso viel Leidenschaft und Drive musiziert wie Franz von Suppés „Bocaccio-Marsch“. Das war Pop-Musik aus der Zeit der Operette. Und der Applaus wollte nicht enden. Recht so.