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14. Mai 2013
Musikverein Verl

Musikverein in Höchstform

von Andreas Berenbrinker / Verler Zeitung

Beide Orchester überzeugen bei Wertungsspielen und sorgen in Chemnitz für Stimmung

Die Musikgruppen aus dem Kreis Gütersloh traten am Wochenende nicht nur vor den Juroren auf, sondern unterhielten auch außerhalb der Wertungsspiele ihr Publikum mit flotten Melodien. Das Verler Jugendorchester unter der Leitung von Anatole Gomersall spielte etwa vor 3000 Zuhöreren in der Messehalle und gab auch in der Chemnitzer Innenstadt ein Konzert.

Die Musikgruppen aus dem Kreis Gütersloh traten am Wochenende nicht nur vor den Juroren auf, sondern unterhielten auch außerhalb der Wertungsspiele ihr Publikum mit flotten Melodien. Das Verler Jugendorchester unter der Leitung von Anatole Gomersall spielte etwa vor 3000 Zuhöreren in der Messehalle und gab auch in der Chemnitzer Innenstadt ein Konzert.

Eine Spezialität des Erwachsenenorchesters: Spontan für tolle Stimmung sorgen – hier mit Tobias Erichlandwehr (von links), Udo Reckord, Bernd Faulhaber und Martin Pollmeier.

Eine Spezialität des Erwachsenenorchesters: Spontan für tolle Stimmung sorgen – hier mit Tobias Erichlandwehr (von links), Udo Reckord, Bernd Faulhaber und Martin Pollmeier.

Während des Wertungsspiels zeigten sich die Jugendlichen des Jugendorchesters äußerst konzentriert. Dirigent Anatole Gomersall war begeistert. Immer mit dabei: Maskottchen Amadeus.

Während des Wertungsspiels zeigten sich die Jugendlichen des Jugendorchesters äußerst konzentriert. Dirigent Anatole Gomersall war begeistert. Immer mit dabei: Maskottchen Amadeus.

Verl / Chemnitz (abb). »Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön«, schallt es über den Chemnitzer Rathausplatz. Spontan haben einige Mitglieder des Musikvereins Verl ihre Instrumente ausgepackt und spielen drauf los – ein »Blasmusik-Flashmob« mit gut 300 Zuhörern. Die Verler präsentieren sich in Höchstform.

Es sind Szenen wie diese, die das vergangene Wochenende für das Jugend- und das Erwachsenenorchester des Vereins unvergesslich machen. Beim fünften Deutschen Musikfest zeigten sich die Verler begeisterungsfähig, gut gelaunt und – als es darauf ankam – auch sehr konzentriert. An den Wertungsspielen haben beide Gruppen vom Ölbach mit »sehr gutem Erfolg« teilgenommen. Das Jugendorchester (JOV) erhielt für die Darbietung von »The Chase through Albermarle« und »Sedona« in der dritten Kategorie 85,7 von 100 möglichen Punkten, das Erwachsenenorchester bekam für seine Interpretation von »A City's Inspiration« und »Return to Ithaca« in der vierten Kategorie 88,7 von 100 Punkten.

Auf den Auftritt vor den Juroren hatten die Vereinsmitglieder monatelang hingearbeitet. Die Dirigenten Anatole Gomersall (Jugend) und Dietmar Kay (Erwachse) zeigten sich im Anschluss überaus zufrieden und genossen den Erfolg sichtlich. Dietmar Kay: »Die Jury hat besonders unsere enorme Spielfreude herausgehoben. Der Gesamteindruck wurde sehr positiv bewertet und das ist für uns das größte Kompliment.«

Beim Fest mit 15 000 Instrumentalisten zeigte sich der Musikverein als eine starke Einheit. Als es bei einem Platzkonzert des Erwachsenenorchesters bedrohlich dunkel wurde, sorgten die Jugendlichen vom JOV nicht nur für Stimmung, sondern mit ihren Handys auch für passende Lichtverhältnisse zum Notenlesen. Bei einem Auftritt der Jugend wiederum ließen es sich die »Senioren« nicht nehmen, eine Polonaise anzuführen, an der sich auch Musiker anderer Vereine und Einheimische beteiligten. Beim abendlichen »Blasmusik-Flashmob« feierten dann alle gemeinsam.

Am Abend zuvor hatte das Jugendorchester bereits einen Auftritt in der Messehalle vor gut 3000 Zuhörern absolviert. Anatole Gomersall: »Dieser Auftritt und das ganze Fest waren spitze. So etwas mache ich gerne noch einmal. Wir alle können stolz sein!«