Sie sind hier: Aktuelles
4. April 2008
Musikverein Verl

Siegfried Helfberend neuer Vorsitzender des Musikvereins

von Andreas Berenbrinker

Franz Berenbrinker nun Ehrenvorsitzender

Der neue Vorsitzende Siegfried Helfberend mit dem Vorgänger Franz Berenbrinker

Der neue Vorsitzende Siegfried Helfberend mit dem Vorgänger Franz Berenbrinker

Heinz Felderhoff vom Kreismusikerbund freut sich mit Siegfried Helfberend, Monika Helftewes, Winfried Egbringhoff und Josef Berenbrinker

Heinz Felderhoff vom Kreismusikerbund freut sich mit Siegfried Helfberend, Monika Helftewes, Winfried Egbringhoff und Josef Berenbrinker

Blicken optimistisch in die Zukunft: Mike Finke, Franz Berenbrinker, Siegfried Helfberend, Fabian Rademacher und als Gast Josef Lakämper

Blicken optimistisch in die Zukunft: Mike Finke, Franz Berenbrinker, Siegfried Helfberend, Fabian Rademacher und als Gast Josef Lakämper

Verl (ab) Siegfried Helfberend (52) ist der neue Vorsitzende des Musikvereins Verl. Er folgt damit auf Franz Berenbrinker (59), der dem Verein insgesamt 16 Jahre vor stand und während der Jahreshauptversammlung im Hotel Kampwirth wegen seiner großen Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.

Siegfried Helfberend, verheiratet und Vater zweier Kinder, leitet die AOK-Geschäftsstelle in Schloß Holte und spielt seit genau 40 Jahren Klarinette im Musikverein Verl. Er bedankte sich für das Vertrauen der anwesenden Mitglieder und  bei seinem Vorgänger, "Polka-Franz" Berenbrinker. Siegfried Helfberend freut sich auf die neue Aufgabe und betonte, dass er mit dem Musikverein schon viele schöne Stunden erlebt habe, dass er einen intakten Verein übernimmt und auf ein eingespieltes Vorstandsteam bauen könne. Er möchte die sehr gute Jugendarbeit fortsetzen und baut auf Offenheit sowie Ehrlichkeit bei den Mitgliedern. Für Anregungen sei er immer dankbar. "Die Mitglieder müssen sich aber damit abfinden, dass der Vorstand jetzt stark holzlastig ist", meinte der Klarinettist schmunzelnd. In der Tat spielt das Blech im Vorstand jetzt nur noch eine untergeordnete Rolle, denn sowohl das Amt des ersten und des zweiten Vorsitzenden (Michael Graute) wird nun von Holzbläsern besetzt. Nicht nur der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Verl und Wahlleiter Josef Lakämper schmunzelte über diese Anmerkung.

Franz Berenbrinker fiel es sichtlich schwer, sich vom Amt des Vorsitzenden zu verabschieden. Er habe sich die Sache "nicht leicht gemacht", sei aber schließlich zu dem Schluss gekommen, dass es sowohl beruflich als auch gesundheitlich besser ist, die Verantwortung in andere Hände zu geben. Die Arbeit habe ihm sehr viel Freude bereitet und der Verein habe sich unter seiner Regie immer weiter entwickelt. Franz Berenbrinker, der es liebt "Polka-Franz" genannt zu werden, bat die Mitglieder um Verständnis für seine Entscheidung und betonte mit einem Lächeln, dass "er nicht weg" sei. Das soll er auch gar nicht, denn die Versammlung ernannte ihren nun ehemaligen Chef zum Ehrenvorsitzenden, der auch weiterhin gerne bei Vorstandssitzungen gesehen ist. Stehende Ovationen ließen die eine oder andere Träne bei Franz Berenbrinker in den Augen glitzern - ein emotionaler Abschied nach einer schon jahrzehntelangen Arbeit im Vorstand des Verler Musikvereins.

Wie es der Zufall so wollte, stand der neue Vorsitzende Siegfried Helfberend bei den Ehrungen nochmals im Mittelpunkt. Er sowie Josef Berenbrinker (Tuba) und Winfried Egbringhoff (Bariton) spielen nun seit 40 Jahren aktiv im Musikverein. Josef Berenbrinker und Winfried Egbringhoff sind sehr engagierte und aktive Mitglieder im Verein und sie kümmern sich um den Bühnenaufbau beim Konzert (Berenbrinker) oder um die Noten (Egbringhoff). Monika Helftewes (Tenorhorn) spielt nunmehr seit zehn Jahren aktiv im Verein und wurde ebenfalls geehrt. Die Ehrungen nahm der 1. Vorsitzende des Volksmusikerbundes im Kreis Gütersloh, Heinz Felderhoff vor.

Nicht nur das Miteinander zwischen den drei Orchestern im Musikverein stimmt die Verantwortlichen und die Mitglieder positiv. Auch die finanzielle Situation ist sehr entspannt. Der Kassierer Heinrich Stroth legte den Kassenbericht vor und die beiden Kassenprüfer Andrea Finke und Bernd Faulhaber baten um Entlastung des Kassierers und des Vorstandes. Bernd Faulhaber stellte heraus, dass insbesondere die Beiträge der passiven Mitglieder Geld in die Kassen spülen würde. Besonders hervorgetan bei der Neu-Werbung habe sich da der Schlagzeuger Alfred Aelker, der in seiner "sympathisch aufdringlichen Art" (Faulhaber) alleine im Jahr 2007 30 neue Mitglieder gewinnen konnte. Zum neuen Kassenprüfer neben Bernd Faulhaber (für zwei Jahre gewählt) wurde Gert Müller gekürt.

Die Dirigenten zogen ein positives Fazit aus den vergangenen 12 Monaten. Dietmar Kay vom Erwachsenenorchester ließ sich wegen einer beruflichen Verpflichtung entschuldigen, hatte aber dem Jugendorchester-Dirigenten Mike Finke einige Punkte aufgeschrieben. Das Konzert 2008 sei wieder gut verlaufen und es sei für jeden Geschmack etwas dabei gewesen. Außerdem ließ Dietmar Kay ausrichten, dass sich die neuen Mitglieder aus dem Jugendorchester gut im Erwachsenenorchester eingelebt hätten. Zusammen mit seinem Kollegen Mike Finke freut sich Dietmar Kay, der einen Dirigenten-Lehrgang mit der Gesamtnote 2+ abschloss, auf das Konzert mit dem Landesblasorchester NRW und den Workshop mit den Star-Posaunisten Armin Bachmann. Dieses nächste große Ereignis wird Ende Mai stattfinden und schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Mike Finke, Dirigent beim Jugendorchester (JOV), zog ebenfalls ein positives Fazit. Insbesondere das Musikfest in Würzburg mit dem hervorragenden Abschneiden des JOVs sei "einfach geil" gewesen. Genauso auch das Jahreskonzert 2008 sowie das Probenwochenende in Detmold davor.

Fabian Rademacher vom Schülerorchester zeigte sich schließlich auch zufrieden mit seinen Mädels und Jungs. Die jüngsten Musiker im Verein hätten jetzt auch schon einige Auftritte gespielt und er freut sich, dass auch in diesem Jahr wieder 14 neue Mitglieder den Weg ins Schülerorchester gefunden haben. Fabian Rademacher betonte, dass er zwar "immer wieder neu anfangen" muss, wenn neue Musiker zu den Proben kommen, aber das sei ein guter Anreiz und mache Spaß. Im Jahr 2009 möchte der engagierte Rademacher das Amt allerdings niederlegen, da er dann ein Aufbaustudium machen will. Dann muss der Musikverein Verl auch für ihn einen Nachfolger finden. Aber das ist bei der Nachfolge von "Polka-Franz" Berenbrinker ja auch schon gelungen.