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12. Januar 2009
Musikverein Verl

Tränenreicher Abschied von zwei Dirigenten

von Hubertus Ebbesmeyer (Die Glocke)

Verl (ebb). Mit Tränen in den Augen hat Mike Finke am Sonntagabend Abschied von "seinem" Jugendorchester genommen. Der Dirigent ließ seinen Emotionen freien Lauf. So, wie hunderte Besucher des dritten Jahreskonzerts auch, die ihm wie auch seinem Kollegen Fabian Rademacher vom Schülerorchester (SOV) stehend applaudierten und Dank sagten.

Es waren bewegende Szenen, die sich in der Aula der Hauptschule abspielten. Für Mike Finke und Fabian Rademacher war es das letzte Jahreskonzert beim Musikverein. Wie berichtet, wird Rademacher im Herbst ein Aufbaustudium aufnehmen, während Finke seine berufsbedingten Verpflichtungen und auch Privates nicht mehr mit der aufwändigen Arbeit im Jugendorchester (JOV) in Einklang bringen kann.

Vier Jahre hätten beide Dirigenten ausgezeichnete musikalische Jugendarbeit und somit auch Zukunftsarbeit im und für den Musikverein gestaltet, lobte der Vorsitzende Siegfried Helfberend. Immer seien sie mit viel Herzblut dabei gewesen.
Das bescheinigte seinen beiden Kollegen auch der Dirigent der "Blauen", Dietmar Kay. Es sei ein tolles Miteinander gewesen bei Anlässen wie den Jahreskonzerten, beim Kirchenkonzert und dem Musikvereinsjubiläum, bei Schützenfesten, Vereinsaktivitäten, Ständchen und vielem mehr. Sprecher des Jugendorchesters erinnerten zudem an die Erfolge, die Mike Finke mit ihnen vor zwei Jahren beim Bundesmusikfest in Würzburg habe feiern können.

Da Finke jemand ist, der lieber Musik macht statt große Worte, und da ihm hier und dort auch die Stimme versagte, drückte er seinen Dank an das Publikum mit einer Buchstabenfolge aus, die Jugendliche aus dem Orchester in die Höhe hielten. "Danke Verl" war da zu lesen.

Doch auch das Publikum seinerseits hatte zu danken - und tat das mit Buchstabentafeln, auf denen geschrieben stand: "Danke JOV und SOV für vier tolle Jahre. Danke Musikverein Verl". Es folgten tränenreiche Umarmungen auf der Bühne, Geschenke wurden überreicht, es gab stehende Ovationen mit rhythmischem Klatschen auf den Rängen und - als Geschenk vom Jugendorchester - Musik, die den Moment in Tönen auf den Punkt brachte: "Time to say goodbye".