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10. Januar 2011
Musikverein Verl

Weltreise nach Noten

von Daniel Moßbrucker (Verler Zeitung)

Begeisterter Applaus für Jahreskonzert des Verler Musikvereins

Dirigent Dietmar Kay verzaubert mit seinem Ostwestfalen-Blasorchester beim Jahreskonzert des Musikvereins Verl das Publikum. Bei allen drei Konzerten am Samstagabend, Sonntagnachmittag und -abend sind die Zuschauer begeistert.  (Foto: Daniel Moßbrucker)

Dirigent Dietmar Kay verzaubert mit seinem Ostwestfalen-Blasorchester beim Jahreskonzert des Musikvereins Verl das Publikum. Bei allen drei Konzerten am Samstagabend, Sonntagnachmittag und -abend sind die Zuschauer begeistert. (Foto: Daniel Moßbrucker)

Die Querflöten-Solistinnen Hildegund Masmeier (links) und Lena Maasjost bei ihrem Solo. (Foto: Daniel Moßbrucker)

Die Querflöten-Solistinnen Hildegund Masmeier (links) und Lena Maasjost bei ihrem Solo. (Foto: Daniel Moßbrucker)

Das Schülerorchester um Laura Grundmeier am Waldhorn erntet beim Jahreskonzert viel Applaus. (Foto: Daniel Moßbrucker)

Das Schülerorchester um Laura Grundmeier am Waldhorn erntet beim Jahreskonzert viel Applaus. (Foto: Daniel Moßbrucker)

Verl (WB). Bremen, Friesland, Irland und sogar die Film-Welt »Avatar« hat der Musikverein Verl am Wochenende in die Stadt am Ölbach geholt. Die Stationen eines grandiosen Jahreskonzerts.

Los geht's in der Hansestadt. »Was Esel, Hund, Katze und Huhn für die Bremer sind, sind wir hier – die Verler Stadtmusikanten«, begrüßt Moderator Andreas Berenbrinker das Publikum. Bei allen drei Konzerten starten die Bläser vor vollen Rängen in der Hauptschul-Aula mit Heinz Gietz' »Musik ist Trumpf«. Gleich zu Beginn schafft es Dirigent Dietmar Kay – übrigens ein gebürtiger Bremer – mit seinem Ostwestfalen-Blasorchester die Zuhörer zu verzaubern. Auf die Geysir-Sinfonie und ein Medley von Billy Joel folgt tosender Applaus – und der erste Höhepunkt des Abends.

Hildegund Masmeier und Lena Maasjost spielen auf der Querflöte ihr Solo zu »Celtic Flutes« von Kurt Gäble. »Schauen wir auf unsere Querflöten-Abteilung: Sieben nette Damen und dazu "Uns Uwe" Borgolte«, scherzt Andreas Berenbrinker, der verspricht: »Unsere Solistinnen werden Sie in die irischfolklorische Musikwelt entführen.« Die Damen-Performance gibt ihm Recht.

Von der Insel geht es in Deutschlands Norden. Mit der »German Folk Fantasy« folgt ein Querschnitt der norddeutschen Volkslieder. »Leinen los! Stellen wir die Segel in den Wind und gehen gemeinsam auf hohe See«, ermuntert der Moderator das Publikum, das fröhlich schunkelnd in Richtung Schülerorchester segelt.

Denn nach den »Großen« hat wie gewohnt der Nachwuchs seinen Auftritt. Durch das Programm führt das charmante Duo Laura Grundmeier und Laura Ingenhaag. Nach James Hosays »Nurock« taucht Laura Grundmeier im sommerlichen Strandoutfit auf: »Manuel hat gesagt, dass wir mit dem Orchester nach Brasilien reisen!« Doch ihre Partnerin weiß Bescheid: »Mensch Laura, eine musikalische Reise. Aber vielleicht fragen wir mal beim Vorstand, was so möglich ist in Sachen Reisen.« Also spielt sich das Schülerorchester unter Manuel Büscher nach »Brazil« von Russel and Ary Barroso, um die Zuhörer mit dem »Phantom der Oper« in die Pause zu entlassen.

Der zweite Teil des Jahreskonzerts gehört traditionell dem Ostwestfalen-Jugendblasorchester. Nach einem »Litte Opening« (Thiemo Kraas) zeigen die Jungmusiker mit Jacob de Haans »Pasadena«, was ihnen Leiter Manuel Büscher beigebracht hat. Ihr Höhepunkt: Bei einem musikalischen Zusammenschnitt des Films »Avatar« projizieren Beamer passende Filmsequenzen auf eine Leinwand, die zwischen Orchester und Publikum schwebt. »Wir können nur allen danken, die es uns ermöglichen, ein solches Konzert zu geben«, bedankt sich Büscher, ehe beim großen Finale alle drei Orchester des Verler Musikvereins die Besucher wieder in die normale Welt entlassen. So mancher wäre sicherlich noch gerne ein, zwei oder drei Stücke weiter durch die Musik gereist.