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Dirigenten

Der Dirigent des Jugendorchesters ist auch für das Schülerorchester verantwortlich.

Anatole Gomersall

Erster Dirigent seit 2012

Seit Ende 2012 ist Anatole Gomersall Dirigent des Jugend- und des Schülerorchesters. Der Engländer wurde 1964 in London geboren und sollte zunächst nur als Dozent bei einem Probenwochenende des Orchesters dabei sein. Da der Verein auf der Suche nach einem geeigneten Dirigenten war und Anatole Gomersall sich auf Anhieb mit den Mitgliedern verstand, wurde aus dem Wochenend-Engagement ein hoffentlich langfristig angelegte Dirigententätigkeit.

Der Vater von Drillingen wohnt mit seiner Familie in Gütersloh-Avenwedde und ist hauptberuflich an der Musikschule der Stadt Löhne (Kreis Herford) angestellt. Anatole Gomersall ist ein Vollblutmusiker und hat sich vornehmlich dem Bariton-Saxophon verschrieben. Er ist Mitglied im bekannten Sax-Ensemble „Quintessence“ und hat an zahlreichen Musik-Projekten mitgewirkt. Hier ging es um symphonische Blasmusik, Avantgarde-Trios bis hin zu Grunge-Crossover Bands. Anatole ist ein akribisch arbeitender Musiker und bringt sein Wissen bei Big-Band-Workshops und nun auch beim Jugend- und Schülerorchester ein. Nicht fehlen darf dabei eine gehörige Portion englischer Humor.

Nachdem Anotole Gomersall seine Feuertaufe beim Musikverein Verl während des Jahreskonzertes im Januar 2013 mit Bravour bestand, ging es im darauf folgenden Mai zum Deutschen Musikfest nach Chemnitz. Hier überzeugte das Jugendorchester mit einem „sehr guten“ Gesamtergebnis, aber auch durch ein tolles „Wir-Gefühl“ und eine super Stimmung.

Manuel Büscher

Erster Dirigent 2009-2012

Der Musikverein Verl hat den neuen Dirigenten für das Schüler- und das Jugendorchester Mitte 2009 vorgestellt. Der Gütersloher Manuel Büscher (27) übernahm den Taktstock von Mike Finke und Fabian Rademacher. Der ausgewiesene Musikexperte hat sich das Vertrauen des Vorstandes erworben und kam auch bei den Musikern - und das ist die Hauptsache - gut an.

Manuel Büscher hat wahrlich Musik im Blut und hat seinen "melodiösen Weg" eisern verfolgt. Bereits mit elf Jahren nahm er Tenorhorn-Unterricht und spielte bis zu seinem Abitur am Evangelisch Stiftischen Gymnasium Gütersloh im Jahr 2002 beim dortigen Posaunenchor mit. Außerdem spielte der Gütersloher noch Posaune in der Big Band und im Kantoreiorchester des Gymnasiums und soweit es die Zeit erlaubt aktiv im Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Spexard. Seinen Wehrdienst absolvierte Manuel Büscher dann auch folgerichtig beim Wehrbereichs-Musikkorps in Münster und da gefiel es ihm so gut, dass er anschließend seine Ausbildung zum Militärmusiker mit den Prüfungsfächern Tenorhorn und E-Bass machte. Zeitgleich machte der äußerst begabte Musiker noch sein Vordiplom an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf in den Fächern Tenorhorn und Klavier. Ab Mitte 2008 wurde er als Baritonist im Orchester, (sowie als E-Bassist in der Tanzmusikbesetzung), des Heeresmusikkorps 2 in Kassel eingesetzt. Mitte September 2009 wechselte er zum Luftwaffenmusikkorps III in Münster.

"Ich werde versuchen, die gute Arbeit meiner Vorgänger weiter zu führen und hier und da meinen eigenen Stil einzubringen", geht Manuel Büscher voller Tatendrang an seine neue Aufgabe heran. Bei der Stückeauswahl möchte er dem Jugendorchester ein Mitspracherecht einräumen und außerdem "Musik für Jedermann" bieten. So bevorzugt Manuel Büscher zwar die symphonische Blasmusik, hat aber als erste Amtshandlung ein Frank-Sinatra-Medley und für die volkstümlich gestimmten Zuhörer die Polka "In der Weinschenke" ins Programm aufgenommen. Schon jetzt freut sich Manuel Büscher auf die Vorbereitung zum Jahreskonzert im Januar 2010.

Mike Finke

Erster Dirigent von 2005 bis 2009

Mike Finke wurde am 04.12.1978 in Dortmund geboren. Seine Ausbildung zum Schlagzeuger und Posaunisten begann er an der Musikschule Dortmund. Nach dem Erwerb des Kirchenmusikerscheins leitete Mike 3 1/2 einen Posaunenchor in seiner Heimatstadt.

Berufliche Entwicklungen führten Mike vor einigen Jahren nach Gütersloh. Er trat dort eine Anstellung als Musikalienhändler im Fachmarkt Blasinstrumente an.

Um neue Leute kennenzulernen und musikalische Fähigkeiten nicht rosten zu lassen, trat Mike dem Symponischen Blasorchester der Feuerwehr Gütersloh bei. Wie es der Zufall so will, traf Mike dort seine jetzige Frau Andrea, die nebenbei auch noch Mitglied des Jugendorchesters war und seit einigen Jahren zum festen Bestandteil des Klarinettenregisters des Erwachsenenorchesters zählt.

Als dann ein neuer Dirigent für das Jugendorchester gesucht wurde, erklärte Mike sich bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Wir hatten also einen Nachfolger für Dominik gefunden, der sich mit dem Orchester sehr verbunden fühlt und mit ihm seine musikalischen Vorstellungen umsetzen kann.

Mike hat sehr erfolgreich sein erstes Jahreskonzert und das erste Treffen mit unseren Freunden aus Navenby, England hinter sich gebracht. Letzteres bereitet Mike sicherlich überhaupt keine Probleme, da er ein großer Fan der englischen Militärmusik ist und schon seit Jahren der Geburtstagsparade der Queen unter dem Namen „Trooping the Colour“ live in London beiwohnt. Ob er dadurch an die original englische Gardeuniform inklusive Bärenfellmütze gekommen ist, wird wohl auch weiterhin sein Geheimnis bleiben.

Viele Konzerte und weitere Events wurden seidem von Mike und seinem Jugendorchester erfolgreich bestritten. Aus beruflichen und privaten gründen trat Mike 2009 von dem Dirigentenamt zurück und übergab den Taktstock an Manuel Büscher. Mike ist immer noch musikalisch im Blasorchester aktiv und bleibt dem Musikverein so verbunden.

Dominik Avenwedde

Erster Dirigent 2003-2005

Dominik Avenwedde, geboren am 19.06.1980, war sicherlich ein Glücksfall für das Jugendorchester. Eine aus der Not geborene Idee entwickelte sich zu etwas, das in kurzer Seite sowohl den Dirigenten selbst, als auch sämtliche Orchestermitglieder mitgerissen hat.

Dominik begann seine musikalische Laufbahn im Jahre 1989 an der Trompete. Er wäre wahrscheinlich auch heute noch Trompeter im Jugend- oder Erwachsenenorchester, hätte er nicht mit 16 Jahren sein Hauptinstrument gewechselt. Zu der Zeit gab es einen Tubistenengpass, so daß sich Dominik entschloss, dieses Instrument zu erlernen. Ein absoluter Glücksgriff sowohl für das Orchester, als auch für Dominiks musikalische Entwicklung.

Nach seinem Zivildienst bei der Posaunenmission Bethel, studierte Dominik an der Musikhochschule Hannover. Inzwischen lebt er in Berlin, hat sein Hobby zum Beruf gemacht und sich neue Betätigungsfelder durch das Komponieren von Filmmusiken erschlossen.

Neben Mathias Timmer war er der zweite Dirigent des Jugendorchesters, der seine musikalischen Anfänge in eben jenem Orchester hatte. Dies erwies sich wie auch schon bei Mathias als großer Vorteil. Nebenbei kannte Dominik noch einen Großteil der aktiven Mitglieder, da sich das Dirigat direkt an seine Zeit als Tubist anschloß.

Sowohl im musikalischen Bereich, als auch in der Beziehung zwischen Orchester und Dirigent setzte Dominik Maßstäbe. Mit seiner frischen und unkomplizierten Art wußte er auch das Publikum zu überzeugen.

Aufgrund seines Studiums an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, legte er das Dirigat nach dem Jahreskonzert 2005 nieder. Für seinen unermüdlichen Einsatz möchten wir ihm herzlich danken.

John Beardsworth

Erster Dirigent 2002-2003

John Beardsworth wurde am 19.03.1963 in Accrington bei Manchester geboren.

Der gelernte Hornist war zehn Jahre lang Berufssoldat und studierte an der „King‘s Division Music School“ und der „Royal Military School of Music“. Sein Schwerpunkt lag auf den Fächern Dirigat und Allgemeine Musikerziehung.

Seine Tätigkeit für das britische Miltär führte ihn schon im Jahre 1985 nach Deutschland. Bis zu seinem Engagement in Verl hatte er schon schon mehrere Orchester geleitet.

Aufgrund unterschiedlicher Meinungen in Bezug auf die musikalische und organisatorische Ausrichtung des Jugendorchesters hat sich der Musikverein im beiderseitigen Einvernehmen nach einem Jahr von John Beardsworth getrennt.

Thorsten Wieking

Erster Dirigent 1996-2002

Thorsten Wieking, geboren am 24.03.1963, war nach Franz Schulte-Huermann der zweite gelernte Posaunist, der das Jugendorchester leiten sollte. Wie auch schon sein Vorgänger studierte Thorsten an der Hochschule für Musik in Detmold Posaune und Klavier. Danach war er mehrere Jahre Bassposaunist im Philharmonischen Orchester der Stadt Bielefeld.

Der Kontakt zu Thorsten Wieking enstand über seine Tätigkeit als Musikpädagoge an der Musikschule Gütersloh. Zahlreiche Musiker aus dem tiefen Blech wurden von Thorsten unterrichtet, so dass es nur eine logische Folge sein konnte, dass nicht nur diese einzelnen Musiker, sondern das ganze Jugendorchester von seinem musikalischen Können profitieren sollte.

Nach Josef Schulke war Thorsten am längsten für die musikalische Weiterentwicklung des Orchesters zuständig.

Diese Beständigkeit erwies sich in Zeiten eines altersbedingten Mitgliederrückgangs in einzelnen Registern als Ausgangspunkt eines weiterhin sehr hohen Niveaus des Orchesters.

Aus beruflichen und familiären Gründen legte Thorsten Wieking sein Amt als 1. Dirigent im Jahre 2002 nieder.

Er ist sich jedoch weiterhin für die Ausbildung der Nachwuchsmusiker im tiefen Blech verantwortlich und trägt somit zur Nachwuchsförderung des Musikvereins bei.

Franz Schulte-Huermann

Erster Dirigent 1993-1996

Franz Schulte-Huermann wurde am 11.04.1964 in Arnsberg geboren. Seine musikalische Ausbildung erfuhr er an der Hochschule für Musik in Detmold in den Fächern Posaune, Allgemeine Musikerziehung und Dirigat. Unter seiner Leitung wurde das musikalische Spektrum des Jugendorchesters um die symphonische Blasmusik ausgebaut.

Durch sein pädagogisches Geschick und seinen unermüdlichen Einsatz gelang es ihm, das Jugendorchester zu höchster Spiel- und Probenfreude zu motivieren.

Franz übernahm die von Mathias Timmer begonnene Teilnahme an nationalen Wertungsspielen und führte das Jugenorchester hierbei zu einem „sehr gut“ in Trier im Jahre 1993 und zu einem „ausgezeichnet“ in Münster im Jahre 1995.

Höhepunkt dieser Entwicklung war das Jubiläumskonzert zum 30-jährigen Bestehen des Jugendorchesters in der Stadhalle Gütersloh im Jahre 1995.

Unvergesslich in der Zeit mit Franz bleiben sicherlich seine doch sehr abstrakten Witze und Anekdoten. Zu seinem Abschied drehte die komplette Orchestergemeinschaft einen Film über die Erlebnisse während seiner Zeit in Verl.

Die Anerkennung für Franz kann man auf eine kurze Formel bringen: „Wir danken aus dem Stand, Ex-Dirigent Franz Ferdinand“.

Mathias Timmer

Erster Dirigent 1988-1993

Mathias Timmer, geboren am 29.06.1956 in Verl wurde im Jahre 1988 der zweite verantwortliche Dirigent des Jugendorchesters nach Josef Schulke.

Bevor Mathias sein Abitur mit anschließendem Lehramtstudium in Paderborn ablegte, war er schon von 1974 bis 1977 aktives Mitglied im Jugendorchester.

Mit Mathias fand auch ein Generationswechsel im Jugendorchester statt. Aufgrund seines noch jugendlichen Alters ergab sich eine gewisse Neuausrichtung des Musikstils. Es wurden zwar weiterhin die klassischen Märsche und Polkas gespielt, hinzu kamen jedoch moderne und zeitgenössische Potpourris, sowie erste Ansätze im Bereich der symphonischen Blasmusik. Auch die Art und Weise der Probenarbeit – speziell für das Jahreskonzert – wurde neu ausgerichtet. Unter Mathias fanden die ersten Probenwochenenden im sauerländischen Rösenbeck statt. Eine Handvoll damaliger Mitglieder kann sich sicherlich noch an eine nächtliche Heimfahrt zurück nach Verl erinnern.

Aufgrund des relativ geringen Altersunterschiedes wuchs insbesondere zwischen den älteren Orchestermitgliedern und Mathias eine auch noch heute andauernde Freundschaft. Es wurde damals ziemlich schnell beschlossen, dass Mathias „Hexenhäuschen“ an der Grenze zwischen Verl und Schloss Holte der ideale Treffpunkt sei. Man mag ja gar nicht glauben, welche Anziehungskraft eine komplette Ampelanlage mit einzeln schaltbaren Phasen auf knapp 20-Jährige haben kann.

Aufgrund eines beruflichen Engagements in Niedersachsen musste Mathias die Leitungs des Jugendorchesters leider in andere Hände geben. Wir möchten uns bei ihm für die geleistete Arbeit bedanken, und hoffen, dass er uns weiterhin bei den Jahreskonzerten und Schützenfesten als aktiver Hornist im Erwachsenenorchester treu bleibt.

Hans-Josef Piepenbrock

Stellv. Dirigent 1982-1987

Hans-Josef war zweiter Dirigent des Jugendorchesters in der Amtszeit Josef Schulkes. Da er aber an der Weiterentwicklung des Orchesters einen großen Anteil hatte, möchten wir es nicht versäumen, ihn in dieser Form zu würdigen.

Hans-Josef Piepenbrock leitete das Jugendorchester in einer Zeit, in der er gerade seinen Traum wahr machte, und die Westfalia Big Band gründete. Den Perfektionismus und die Spielfreude, die er seinen „Big Bandlern“ entlockte, konnte er hervorragend auf das Jugendorchester übertragen. Damit brachte er das Jugendorchester auf ein musikalisches Level, das man bis dahin nicht erwartet hatte.

Durch seine Begeisterungsfähigkeit trieb er die Mitglieder des Orchesters speziell zum Jahreskonzert an ihre musikalischen Grenzen. Viele, die damals dabei waren, hatten solch eine akribische und intensive Probenarbeit vorher noch nie kennengelernt.

Nicht zu vergessen sind die denkwürdigen Heidefest-Auftritte. Jeder, der mal in einem hellblauen Bulli in einer lauen Juli Nacht Mitte der 80er-Jahre gesessen hat, weiß, was hier gemeint ist. „Wetten dass…?“

Damit wären wir abschließend bei einer weiteren Leidenschaft von Hans-Josef Piepenbrock. Wetten in allen Variationen, die auch heute noch den damals Beteiligten ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern. Jugenderinnerungen, die man einfach nie vergisst.

Josef Schulke

Erster Dirigent 1965-1988

1965 gründete Josef Schulke das Ostwestfalen Jugendorchester Verl. Aus einer aus Idealismus geborenen Idee wurde bald ein erfolgreiches Jugendorchester in der ostwestfälischen Heimat. Beim Jahreskonzert am 19.01.1965 spielte das Jugendorchster erstmals unter seiner Leitung mit.

Mit Konzerten in den Kurstädten des Lipperlandes folgten größere Reisen bis hin nach England. Er leitete das Jugendorchester bis 1988. Die hier kurz angeführten Daten und Fakten machen deutlich, in welch hohem Maße Josef Schulke an Aufbau und Fortentwicklung des Musikvereins mitgewirkt hat.

Viele können sich sicherlich noch an den Tag in Josef Schulkes Wohnzimmer erinnern, an dem man den ersten Kontakt zu einem Musikinstrument hatte. Hier wurde beraten und letztendlich entschieden, an welchem Instrument man sein Glück versuchen durfte. Selbstverständlich wurden hier auch schon die ersten Kontakte zu den zukünftigen Lehrern geknüpft. Alle, die unter Josef Schulke ihre musikalische Laufbahn begonnen haben, sind ihm sicherlich zu großem Dank verpflichtet, und zeigen es auch heute noch, indem sie fester Bestandteil des Erwachsenenorchesters geworden sind.

Im Dezember 1997 wurde Josef Schulke für seine Verdienste um die musikalische Bildung und Ausbildung und für die Kulturarbeit in der Gemeinde Verl mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.