In unserer Jahreshauptversammlung am Freitag, 13.03.2026 wurden wichtige Weichen gestellt. Wenn es um die Neubesetzung von Vorstandsämtern geht, dann gibt es wenig Freiwillige, die begeistert „Hier“ schreien. Dieses Phänomen ist fast schon eine Binsenweisheit und macht auch vor unserem Musikverein nicht Halt. Daher beschlossen die gut 80 anwesenden Mitglieder des Vereins einstimmig die Umstellung auf das „teambasierte Vereinsmanagement“. Hierbei werden die Aufgaben im Verein auf mehrere Teams verteilt, so dass dem geschäftsführenden Vorstand Arbeit abgenommen wird. Alle Aktiven im Verein sind aufgerufen, Aufgaben zu übernehmen, zu denen sie Lust haben, die sie „sowieso“ beherrschen oder die sie schon jetzt übernehmen. Die Struktur des „eigentlichen“ Vorstands bleibt erst einmal unberührt. Vorsitzender bleibt Dr. Robin Schumacher, Kassierer Thomas Tewes und auch die Geschäftsführer Bernd Grauthoff (Musikverein), Lukas Honerlage (Jugendorchester) und Kathrin Schumacher (Schülerorchester) bleiben im Amt. Neu dazu kommt die Schriftführerin Nadine Pelkmann. Das neue System soll zunächst für ein Jahr getestet werden – auf der nächsten ordentlichen Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2027 werden wir ein Resumee ziehen.
Mit Nadine Pelkmann als neue Schriftführerin konnte nur ein vakanter Vorstandsposten neu besetzt werden, da Andreas Berenbrinker von seinem Amt zurückgetreten war. Eine Nachfolge für die bisherige stellvertretende Vorsitzende Barbara Buschmann und die zweite Kassiererin Christina Füchtemeier konnte nicht gefunden werden. Die beiden Frauen verabschiedeten sich während der Jahreshauptversammlung nach jeweils gut 15-jähriger Arbeit. Barbara wird sich aber weiterhin um die Belange des Kreisverbandes im Bereich Ausbildung kümmern.
Eine kontroverse Diskussion gab es zu dem Thema, dass der Musikverein Verl mit seinen knapp 160 aktiven und über 1000 passiven Mitgliedern neue Einnahmequellen suchen muss. Die Kosten für Dirigenten, Dozenten, Probenwochenenden, Noten, Instrumente und Uniformen seien gestiegen, während der Verein auf der Einnahmenseite keine großen Veränderungen verbuchen wird, wie es unser Kassierer Thomas und der Vorsitzende Robin verdeutlichten. Im Raum stehen eine Erhöhung des Beitrags der föderativen Mitglieder – derzeit beträgt dieser jährliche Beitrag lediglich zehn Euro. Auch ein Beitrag für die aktiven Mitglieder – analog zum Beitrag für die passiven Mitglieder – wurde diskutiert. Nach einer lebhaften, aber fairen Diskussion einigte die Versammlung sich darauf, die verschiedenen Vorschläge zu überdenken, Konzepte zu erarbeiten und später im Jahr Entscheidungen darüber zu treffen.
Während der Versammlung im Bornholter „Hühnerstall“ wurden auch aktive Musiker geehrt. Seit 50 Jahren sind Wilfried Pelkmann (Posaune) und Ralf Thiesbrummel (Klarinette) dabei, seit 40 Jahren Andreas Berenbrinker (Tenorhorn), Gisbert Kisse (Bariton) und Thomas Tewes (Trompete). 25 Jahre aktiv ist der langjährige Dirigent des Musikvereins Dietmar Kay (Posaune), während Tim Bicker (Trompete), Leon Fromme (Schlagzeug), Dominik Hohmann (Altsaxophon), Lukas Honerlage (Trompete) und Lukas Kisse (Posaune) seit zehn Jahren dabei sind.
Bürgermeister Robin Rieksneuwöhner sagte, dass die aktiven Musikerinnen und Musiker mit „Können, Herzblut und Engagement“ herausragende Vertreter der Stadt Verl seien. Der Bürgermeister: „Wenn der Musikverein Verl dabei ist, dann findet eine Veranstaltung auf einem anderen Level statt“. Bezüglich der neuen Veranstaltungshalle in Verl sagte Rieksneuwöhner, dass der Musikverein im Januar 2028 sein Jahreskonzert definitiv wieder in Verl bestreiten könne. Im Jahr 2027 wird man nochmals ein Auswärtsspiel in Schloß Holte-Stukenbrock bestreiten. Das Stadtoberhaupt freute sich, dass auch der Musikverein mit seinem Klappstuhlkonzert zum 60-jährigen Jubiläum des Jugendorchesters im vergangenen September endlich für Leben auf der viel zitierten Bürmschen Wiese sorgte. Gleichzeitig freute er sich, dass das Klappstuhlkonzert im September diesen Jahres wiederholt wird – vielleicht als kleine Feierlichkeit zum 70-jährigen Jubiläum des Gesamtvereins, das wir ansonsten nicht größer feiern werden.
Besonders erfreut zeigten sich die Anwesenden, dass sich das Schülerorchester Verl (SOV) mit Dirigentin Stephanie Schneider spür-, sicht- und hörbar erholt. Durch verschiedenste Werbeaktionen wie Instrumentenvorstellungen in Grundschulen oder einer sehr gut besuchten Offenen Probe konnten seit Februar gleich sieben Neulinge integriert werden, so dass das SOV nun über 19 aktive Musikerinnen und Musiker besteht. Es dürfen aber jederzeit noch mehr Kinder und Jugendliche dazu kommen.






